Endometriose – das große Tabu, das jede zehnte Frau betreffen soll

Die Gebärmutter war lange Zeit das große Tabu in allen Ländern und Kulturen. Doch mit dem Wandel der Generationen lösen sich die Zungen. Und so werden heute Syndrome wie die Endometriose, die früher als "einfache Menstruationsschmerzen" wahrgenommen wurden, benannt. Doch diese "unsichtbare" und "stille" Krankheit soll in Wirklichkeit mehr als jede zehnte Frau betreffen und verdient es, dass man sich mit ihr beschäftigt. Wissen Sie, was Endometriose ist und wie sie sich äußert? Wir klären auf.
Endometriose: eine gynäkologische Erkrankung
Zunächst eine kleine Anatomiestunde:
Während des Menstruationszyklus verdickt sich das Endometrium (d.h. das Gewebe, das die Gebärmutter auskleidet) unter dem Einfluss von Östrogenen, um eine mögliche Schwangerschaft aufzunehmen.
Bleibt eine Befruchtung aus, wird das Endometrium abgestoßen und über die Vagina ausgeschieden: das ist die Regelblutung.
Warum diese Schmerzen, werden Sie fragen?
Wenn eine Frau unter dieser Krankheit leidet, entwickeln sich endometrioseähnliche Zellen außerhalb der Gebärmutter und verursachen Entzündungen. Diese Entzündungen sind die Ursache für starke Schmerzen im Unterleib und in der Regel für starke Regelblutungen.
Oft eine späte Diagnose
Menstruationsschmerzen wurden lange Zeit als "normal" und als Teil des Menstruationsprozesses an sich angesehen.
Doch heute wird die "unsichtbare" Krankheit zunehmend diagnostiziert. Man schätzt, dass heute 1 von 10 französischen Frauen im gebärfähigen Alter an Endometriose leidet. Eine Diagnose, die jedoch oft erst spät gestellt wird, wenn die Frauen bereits viele Jahre des Leidens hinter sich haben. Dies ist ein Beweis dafür, dass das Thema noch immer sensibilisiert werden muss: Daher wurde ihm jedes Jahr am 30. März ein Welttag gewidmet.
Ursachen und Behandlungen von Endometriose
Experten gehen davon aus, dass die Hauptursachen dieser Krankheit hauptsächlich genetischer oder umweltbedingter Natur sind. Sicher ist jedoch, dass die Medizin noch große Fortschritte machen muss, um sie besser zu verstehen und zu behandeln. Tatsächlich gibt es bisher noch keine endgültige Behandlung für Endometriose.
Je nach Art der Endometriose, den Plänen der Frau (insbesondere dem Kinderwunsch) und dem Ausmaß der Läsionen können bestimmte medizinische und/oder chirurgische Behandlungen vorgeschlagen werden.
Mit Endometriose leben
Im kollektiven Denken wird Endometriose oft mit Unfruchtbarkeit gleichgesetzt. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass viele Patientinnen schwanger werden können! Dies hängt hauptsächlich von der Art der Endometriose und dem Ausmaß der Läsionen ab.
Wenn die Läsionen zu groß sind, kann der Frau sogar ein chirurgischer Eingriff angeboten werden, um sie zu entfernen, während die Eierstöcke und die Gebärmutter erhalten bleiben.
Im Alltag gibt es auch verschiedene sanfte Methoden wie Akupunktur oder Osteopathie, um die verschiedenen Symptome besser zu bewältigen.


