Das Telefon? Und wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen würden?

Oktober 02, 2024

Le téléphone ? Et si on montrait l'exemple

Ist Ihnen aufgefallen, wie geschickt unsere Kinder mit einem Smartphone umgehen? Im Handumdrehen finden sie die Musik-App, die Spiele und wählen eine kleine Serie auf Netflix aus (ich übertreibe kaum)! Es ist unglaublich, wie unsere Kinder diese Tools mit einer verblüffenden Leichtigkeit beherrschen. Es ist völlig in ihre Gewohnheiten, ihre Generation, ihren Alltag übergegangen.

Dabei wissen wir, wie schädlich Bildschirme für Kinder sein können, besonders wenn sie noch sehr klein sind. Überstimulation, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten… so viele Risiken, die uns dazu anregen, über unseren eigenen Konsum nachzudenken. Wie können wir sie also ein wenig vor diesen Bildschirmen schützen, die überall um sie herum zu sein scheinen? Was wäre, wenn wir einfach mit gutem Beispiel vorangehen würden?


Das eigene Nutzungsverhalten bewusst machen

 


Bevor wir von unseren Kindern verlangen, weniger Zeit vor Bildschirmen zu verbringen, sollten wir unser eigenes Verhalten beobachten. Wie oft am Tag holen wir das Telefon heraus, ohne es überhaupt zu merken? Unsere Kinder, die uns in unseren täglichen Handlungen nachahmen, werden unweigerlich von unserer Einstellung zu Bildschirmen beeinflusst.

Versuchen Sie zu notieren, wie viel Zeit Sie an einem Tag mit Ihrem Telefon verbringen. Apps wie „Bildschirmzeit“ (iPhone) oder „Digital Wellbeing“ (Android) können Ihnen dabei helfen, dies zu erkennen und Ihre Nutzungszeit schrittweise zu reduzieren.

Bildschirmfreie Zeiten einführen


Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es Zeiten gibt, in denen das Telefon keinen Platz hat. Zum Beispiel sind Familienessen, Autofahrten, die Gutenachtgeschichte oder Spielzeiten Gelegenheiten, das Telefon beiseite zu legen. Das ist auch eine ausgezeichnete Gelegenheit, miteinander zu reden und zu lachen.

Erstellen Sie eine „Telefon-Box“, in die die ganze Familie ihr Telefon während der bildschirmfreien Zeiten legt. Dies wird zu einer symbolischen Geste, die die Bedeutung von qualitativ hochwertiger Zeit miteinander unterstreicht.

 

Lustige und anregende Alternativen anbieten

 


Anstatt Ihrem Kind zu sagen "schau nicht auf deinen Bildschirm", bieten Sie ihm lustigere und interaktivere Aktivitäten an. Holen Sie ein Gesellschaftsspiel heraus, eine Geschichtskiste, veranstalten Sie eine Malstunde, lesen Sie gemeinsam ein fesselndes Buch oder machen Sie einen Spaziergang im Freien. Planen Sie Alternativen zu Bildschirmen für Wartezeiten beim Arzt oder im Restaurant ein. Indem Sie andere Ideen vorschlagen, machen Sie die Nutzung des Telefons weniger attraktiv und weniger systematisch.


Klare Grenzen und Regeln festlegen


Kinder brauchen Orientierung. Das Festlegen von Regeln für die Bildschirmnutzung ist entscheidend, um ein Gleichgewicht herzustellen. Sie könnten zum Beispiel entscheiden, dass das Telefon erst 30 Minuten nach der Schule benutzt werden darf oder eine Stunde vor dem Schlafengehen ausgeschaltet wird. Diese Regeln helfen, die Zeit des Kindes zu strukturieren und zu verhindern, dass es zu einer übermäßigen Bildschirmnutzung kommt.

Beziehen Sie Ihr Kind in die Entwicklung dieser Regeln ein. Erklären Sie ihm, warum sie wichtig sind, und lassen Sie es an der Festlegung der Telefonnutzungszeiten teilhaben. Das macht es verantwortungsbewusster und engagierter bei der Einhaltung der Regeln.

Versuchen Sie auch, sich abends davon zu lösen und stattdessen Zeit für Gespräche oder ein Buch zu finden.


Freundlichkeit und Geduld üben


Gewohnheiten zu ändern, ob für Kinder oder Eltern, geschieht nicht über Nacht. Es ist normal, dass es manchmal zu Frustrationen kommt oder man hin und wieder nachgibt. Das Wichtigste ist, sich selbst und den Kindern gegenüber nachsichtig zu bleiben. Loben Sie sich für jeden kleinen Fortschritt und ermutigen Sie Ihr Kind, wenn es sich bemüht, das Telefon beiseitezulegen.


Bildschirme sind Teil unseres Alltags, und es ist illusorisch, sie komplett verbannen zu wollen. Aber indem wir öfter mit gutem Beispiel vorangehen, können wir unseren Kindern beibringen, ein Gleichgewicht zu finden.