Warum ist man während der Schwangerschaft anfälliger für Scheidenpilzinfektionen?

Trotz einwandfreier Hygiene und Lebensweise kann es vorkommen, dass Sie während der Schwangerschaft immer wieder unter Vaginalpilzinfektionen leiden. Sie, die normalerweise so gut wie nie betroffen waren, hören plötzlich jeden zweiten Monat von "Candida albicans"... Sie fragen sich, wie das passieren kann? Seien Sie unbesorgt: Dieses Phänomen ist zwar lästig, aber völlig normal. Wir erklären Ihnen, warum.
Candidose während der Schwangerschaft
Die verschiedenen physiologischen und hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft stören das Gleichgewicht der Vaginalflora. Die Laktobazillen (Bakterien, die zum Schutz Ihres Urogenitalbereichs dienen) werden geschwächt und haben Mühe, Keime abzuwehren. Die häufigste Form der Mykose während der Schwangerschaft ist die Candidose: eine Infektion, die durch einen Pilz, den Candida albicans, verursacht wird. Die häufigsten Symptome sind:
- Juckreiz (oder "Pruritus" im medizinischen Fachjargon),
- Brennen beim Wasserlassen
- reichlicher Scheidenausfluss.
Screening und Behandlung von Scheidenpilz bei schwangeren Frauen
Vaginalpilz kann durch eine einfache gynäkologische Untersuchung diagnostiziert werden. Oft empfiehlt der Gynäkologe im letzten Schwangerschaftsdrittel eine Vaginalprobe, um das Vorhandensein von Keimen zu antizipieren und Komplikationen bei der Geburt zu vermeiden. Die Behandlung basiert hauptsächlich auf vaginalen Ovula.
Ohne Behandlung kann die Mutter ihren Pilz während der vaginalen Geburt auf das Baby übertragen. Dies kann sich in Form von "Soor" äußern, d. h. kleinen weißen Punkten im Mund des Babys. Der Soor des Säuglings kann auf die Mutter übertragen (oder wieder übertragen) werden, wenn sie ihr Baby stillt. Sie entwickelt dann eine "mamilläre Candidose", eine schmerzhafte Episode, die oft eine spezifische Behandlung erfordert.
Wie kann man Vaginalpilz so weit wie möglich vorbeugen?
Einige einfache Maßnahmen können helfen, dieses Phänomen so weit wie möglich zu verhindern, insbesondere:
- Verwenden Sie ein geeignetes Produkt für die Intimhygiene.
- Tragen Sie keine zu enge Kleidung.
- Entscheiden Sie sich für Baumwollunterwäsche.
- Trocknen Sie Ihren Intimbereich nach dem Waschen gründlich mit einem sauberen, trockenen Handtuch ab.



