Ja, man kann ein Frühgeborenes stillen! Und es ist sogar das Beste, was man tun kann...
Manchmal kommt es vor, dass die Begegnung mit dem Baby lange vor dem Ende der 41 Wochen, die es sicher im Bauch der Mutter verbracht hat, stattfindet.
Ja, nicht immer läuft alles wie geplant: Willkommen im Leben der Eltern! Aber Sie sind bereit, sich um Ihr Baby zu kümmern, egal unter welchen Umständen. Haben Sie vielleicht beschlossen, Ihr Baby zu stillen? Denn entgegen dem, was man denken könnte: Trotz des Aufenthalts im Brutkasten, der Neonatologie, ja manchmal sogar mit Sonden und Schläuchen ist es möglich, ein Frühchen zu stillen!
Gut zu wissen Nr. 1: Muttermilchist ideal für Frühgeborene
Muttermilch hat einen hohen Nährwert und spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Babys. Selbst wenn es ausschließlich über eine Sonde ernährt werden muss, ist Muttermilch leichter zu verdauen und aufzunehmen. Dies gilt umso mehr für vorzeitig geborene Babys, die empfindlicher sind. Darüber hinaus enthält Muttermilch Antikörper, die Ihrem Kleinen helfen, sich vor äußeren Angriffen zu schützen.
Neben dem gesundheitlichen Aspekt beherrscht das Frühgeborene die Saug-, Schluck- und Atemvorgänge besser, wenn es gestillt wird. Wann immer möglich, wechseln Sie zum Haut-zu-Haut-Kontakt und legen Sie Ihr Kleines an die Brust!
Gut zu wissen Nr. 2: Während man auf das Stillen des Frühchens wartet, kann man Milch abpumpen
Das Stillen bleibt die optimalste Methode für Frühgeborene. Manchmal ist das Anlegen an die Brust jedoch nicht immer möglich. Manchmal sind Frühgeborene zu schwach zum Saugen und müssen über eine Sonde ernährt werden. In solchen Situationen ist es durchaus möglich, Milch abzupumpen und diese dem Baby über die Sonde zu geben.
Um die Laktation zu starten und aufrechtzuerhalten...
Fachleute empfehlen, die Milch etwa 7 Mal innerhalb von 24 Stunden abzupumpen (davon 1 Mal nachts). Wenn in den ersten Tagen nur ein paar gelbe Tropfen erscheinen, ist das normal: Alle Mütter produzieren am Anfang nur eine minimale Menge Kolostrum (das Äquivalent einer Spritze).
Nach etwa einer Woche erleben die Mütter den sogenannten "Milcheinschuss", ab dem die Laktation dauerhaft einsetzt. Ab diesem Zeitpunkt sollten Sie in der Lage sein, zwischen 500 ml und 800 ml pro Tag abzupumpen.
Gut zu wissen Nr. 3: Hautkontakt zur Stärkung der Laktation
Milch abpumpen, ja, aber in der Nähe des Babys, das ist besser! Denn der Kontakt mit Ihrem Baby hilft Ihnen, Ihre Milch leichter abzupumpen. Wie das? Denn in Anwesenheit Ihres Kleinen werden Sie Hormone produzieren, die den Milcheinschuss und das Ausstoßen der Milch fördern.
Aber nicht nur das! Die Vorteile gehen über die Ernährungsfunktion hinaus: Der Hautkontakt hilft Ihrem Kleinen, seine Temperatur zu regulieren, sich sicher zu fühlen und eine Bindung zu den Eltern aufzubauen. Er hilft den Eltern auch, ihren Stress und ihr Gefühl der Hilflosigkeit zu verringern.
Quelle:


