Warum beeinflussen Hormone mein sexuelles Verlangen so stark?

Die Libido wird direkt von Hormonen beeinflusst (aber nicht nur... Das werden wir später sehen). Hormone sind chemische Botenstoffe, die viele Dinge im Körper regulieren, einschließlich des sexuellen Verlangens. In bestimmten Lebensphasen, wie Schwangerschaft oder Wochenbett, können diese hormonellen Schwankungen erhebliche Veränderungen hervorrufen. Wie funktioniert das genau? Eine Untersuchung...
Die Hormone des Verlangens: Östrogene und Testosteron
Zwei Hormone spielen eine Schlüsselrolle bei der Libido: Östrogene und Testosteron.
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Östrogene, die hauptsächlich bei Frauen vorkommen, fördern das sexuelle Verlangen, indem sie die Empfindlichkeit der erogenen Zonen erhöhen und die natürliche Lubrikation verbessern. Sie erreichen während des Eisprungs einen Höhepunkt, was den Anstieg des Verlangens zu diesem Zeitpunkt bei einigen Frauen erklärt.
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Testosteron, das eher mit Männern assoziiert wird, ist auch bei Frauen vorhanden und spielt eine Rolle bei der sexuellen Erregung. Ein Rückgang des Testosteronspiegels kann zu einer Abnahme des Verlangens führen.
Die hormonelle Achterbahnfahrt
Wir wissen, dass die Hormone bei Frauen nicht stabil bleiben und ihre Schwankungen das sexuelle Verlangen verändern können:
- Während des Menstruationszyklus entspricht der Eisprung einem Höhepunkt des Verlangens, während die prämenstruelle Phase und die Menstruation aufgrund des hormonellen Abfalls und der körperlichen Beschwerden einen Rückgang des Verlangens markieren können.
- Während der Schwangerschaft verspüren einige Frauen aufgrund des Anstiegs der Östrogene und der erhöhten Durchblutung im Beckenbereich ein stärkeres Verlangen, während andere aufgrund von Müdigkeit oder körperlichen Veränderungen einen Libidoverlust haben.
- Im Wochenbett und während des Stillens sinken die Östrogenspiegel, was zu Scheidentrockenheit und einem verminderten Verlangen führen kann. Darüber hinaus kann Prolaktin, das Stillhormon, ebenfalls die Libido senken.
Die Auswirkungen von Stress, Müdigkeit und Emotionen
Nicht nur Hormone sind für Libidoschwankungen verantwortlich.
Stress, Müdigkeit und der emotionale Zustand haben ebenfalls direkte Auswirkungen. Cortisol, das Stresshormon, kann Testosteron hemmen und die Erregung verringern. Schlafmangel, der in bestimmten Lebensphasen, insbesondere nach der Geburt eines Babys, häufig ist, kann ebenfalls das Verlangen reduzieren. Das gesamte Umfeld der Frau spielt eine Rolle für ihren emotionalen Zustand und ihr Verlangen.
Sollte man sich Sorgen über Libidoschwankungen machen?
Schwankungen des Verlangens sind völlig normal, wir sind keine Roboter. In bestimmten Lebensphasen ist das völlig verständlich und es gibt keine Standards, denen man folgen müsste. Wenn der Libidoverlust jedoch anhält und zu einem Gefühl des Unwohlseins wird, sollte man nicht zögern, mit einem Arzt darüber zu sprechen, um die Ursache besser zu verstehen und geeignete Lösungen zu finden. Ihre Hebamme kann Sie beraten.
Wenn man die Rolle der Hormone besser versteht, ist es einfacher, diese Schwankungen zu akzeptieren und einen wohlwollenden Umgang mit dem eigenen Körper zu pflegen. Die Kommunikation in der Partnerschaft ist in diesen Zeiten ein wesentlicher Bestandteil.


