Psycho: Soll man Babys Gruselgeschichten vorlesen?

Oktober 16, 2019

histoires qui font peur

Hänsel und Gretel, Der Wolf und die sieben Geißlein, Rotkäppchen... Geben Sie zu, all diese Geschichten von wilden Tieren, Oger und Hexen können einem Schauer über den Rücken jagen... Und wir können uns vorstellen, dass es für unsere Babys noch schlimmer ist! Besonders wenn sie anfangen, Nachtangst zu bekommen... Sollen wir also diese beängstigenden Geschichten boykottieren? Nun, nein. Und wir sagen Ihnen, warum...

Gruselige Geschichten erzählen trägt zur Entwicklung des Kindes bei

Als Super-Eltern ist es unsere Super-Mission, unsere Babys zu schützen und zu sichern... Es ist also ganz normal, dass wir zögern, ihnen beängstigende Geschichten zu erzählen! Doch das Vergraben von Ängsten kann noch beängstigender sein! Denn: Der Angst einen Namen zu geben, ermöglicht es, sie zu behandeln, um sie besser zu vertreiben.

Für Bruno Bettelheim, den berühmten Psychologen und Autor von Die Psychoanalyse der Märchen,

„Eltern glauben, dass das Kind vor dem, was es am meisten beunruhigt, geschützt werden muss. Aber Märchen stellen existenzielle Probleme dar, die den Ängsten des Kindes begegnen und einen wichtigen und positiven Beitrag zu seinem inneren Wachstum leisten.“

Gute Nachrichten also: Gruselige Geschichten sollen gut für die Entwicklung des Kindes sein!

Über Angst sprechen beruhigt und besänftigt

Diese Geschichten, die Angst und Spannung miteinander verbinden, können auch eine große therapeutische Kraft haben! Das Buch zeigt Ihrem Kind, dass es nicht allein ist mit seinen Ängsten. Und zu wissen, dass man nicht allein ist, ist eine echte Erleichterung, die beruhigt und besänftigt.


Erstaunlicherweise können beängstigende Geschichten auch positive Emotionen auslösen: die Freude an einem gemeinsam mit Papa oder Mama verbrachten Moment und das Entstehen eines Gerechtigkeitsgefühls... denn schließlich sind diese Geschichten gut gemacht: Sie enden immer gut!

Gut zu wissen

Jedes Kind ist anders... und als Eltern wissen wir am besten, was für unser Kind das Richtige ist.
Wie immer ist die beste Lösung die Kommunikation (auch mit einem Kleinkind). Wenn Sie merken, dass Ihr Baby das Gefühl der Angst schlecht verkraftet, sprechen Sie dieses Gefühl an und erklären Sie ihm mit Ihren Worten, dass man die Geschichte nicht zu Ende lesen muss und dass man zu etwas anderem übergehen kann!

Und wenn es zu beängstigend ist?

Sehen Sie, wie Ihr Kind sich unter der Bettdecke versteckt, während die Spannung steigt? Keine Panik: Jedes Kind hat seine eigene, mehr oder weniger ausgeprägte Empfindlichkeit, abhängig von den Entwicklungsphasen. Wenn die Emotionen zu stark sind, ist es besser, das Lesen zu unterbrechen. Erklären Sie Ihrem Kind dann, dass Sie ein andermal weiterlesen werden. Man erzwingt nie etwas und passt sich der jeweiligen Emotionalität an.