Welche Verhütung nach der Geburt?

August 02, 2023

Quelle contraception après l’accouchement ?

Die Frage der Empfängnisverhütung nach der Geburt stellt sich im Allgemeinen in der Mutterschaftsklinik. Junge Eltern fragen sich oft nach der Wiederaufnahme ihrer Sexualität und der Möglichkeit einer manchmal ungewollten erneuten Schwangerschaft. Der jungen Mutter wird daher ein Gespräch mit dem Arzt oder der Hebamme angeboten, um über die verschiedenen Verhütungsmethoden zu sprechen und zu sehen, welche am besten geeignet ist.


Welche verschiedenen Verhütungsmethoden sind nach einer Geburt möglich?

Welche Faktoren werden bei der Wahl der Verhütung in der Postpartum-Zeit berücksichtigt? Eine Untersuchung…



Die verschiedenen Verhütungsmethoden nach der Geburt


Es gibt eine große Anzahl von Verhütungsmethoden.


Hier ist eine kleine Zusammenfassung der bekanntesten Lösungen, um die Vor- und Nachteile jeder einzelnen Methode besser zu verstehen.

 

 

Hormonelle Verhütungsmethoden


Hormonelle Verhütungslösungen wirken durch die Zufuhr synthetischer Hormone. Diese Hormone blockieren den Eisprung und verdicken die Vaginalsekrete, um das Passieren von Spermien zu verhindern.


Die Pille ist das in Frankreich am häufigsten angewendete Verhütungsmittel (vgl. Ameli.fr).


Es gibt zwei mögliche Optionen:

  • Kombinierte Östrogen-Gestagen-Pillen (Östrogen + Progesteron), die eine strenge medizinische Überwachung erfordern. Sie sind nicht für alle Frauen geeignet, da es je nach Krankengeschichte und Lebensstil (z.B. Rauchen) Kontraindikationen gibt.

  • Mikroprogestagen-Pillen, die nur ein einziges, geringer dosiertes Hormon (Progesteron) enthalten und sehr gut vertragen werden. Diese Pillen müssen sehr regelmäßig eingenommen werden, um wirksam zu sein.

Weitere hormonelle Verhütungslösungen sind:


  • Das Pflaster oder der Hormonring verringern das Risiko des Vergessens, müssen aber korrekt angebracht werden. Sie werden nicht erstattet.
  • Das Gestagen-Verhütungsimplantat wird unter die Haut an der Innenseite des Arms eingesetzt. Es ist drei Jahre lang wirksam und wird teilweise von der Krankenkasse erstattet.
  • Die Spirale oder das hormonelle Intrauterinpessar wird direkt in die Gebärmutter eingesetzt und muss alle fünf Jahre gewechselt werden.



Nicht-hormonelle Verhütungsmethoden


Einige Verhütungslösungen führen dem Körper keine synthetischen Hormone zu:

 

  • Die Kupferspirale wird in die Gebärmutter eingesetzt und hat eine spermienabtötende Wirkung.
  • Das männliche oder weibliche Kondom bildet eine Barriere für Spermien (ebenso wie das Diaphragma oder die Portiokappe, die vor dem Geschlechtsverkehr am Gebärmutterhals platziert wird).
  • Spermizide in Gel- oder Ovulaform werden ebenfalls in die Vagina eingeführt.
  • Die sogenannten natürlichen Methoden (Symptothermalmethode, Billings-Methode, Ogino-Methode) bestehen aus einer genauen Beobachtung der Körpertemperatur der Frau sowie des Zervixschleims, um die fruchtbaren oder unfruchtbaren Perioden zu bestimmen.

Diese Methoden sind weniger zuverlässig und weisen ein höheres "Fehlerrisiko" auf.


Besonderheiten der Empfängnisverhütung nach der Geburt


Nach einer Geburt muss die angebotene Verhütungsmethode an die junge Mutter angepasst werden.


Laut HAS müssen bei der Wahl der am besten geeigneten Verhütungsmethode 3 Kriterien berücksichtigt werden:


  • Die Art der Stillens (östrogen-gestagenhaltige Pillen werden bei Muttermilchernährung nicht empfohlen).
  • Das erhöhte Risiko für Venenprobleme in der Postpartum-Phase.
  • Erkrankungen, die während der Schwangerschaft aufgetreten sind: Hypertonie, eventueller Diabetes usw.

Im Einzelfall kann das medizinische Team unter Berücksichtigung aller medizinischen Informationen und des Wunsches der Mutter geeignete Verhütungsmethoden vorschlagen.



Wann sollte man nach der Geburt wieder mit der Empfängnisverhütung beginnen?


Es ist wichtig, sich vor der Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs Gedanken über die am besten geeignete Verhütungsmethode gemacht zu haben.


Tatsächlich brauchen einige Verhütungsmethoden etwas Zeit, um sich zu etablieren, und erfordern eine Wiederaufnahme des Eisprungs ( wenn die Periode nach der Geburt wieder einsetzt).


Je nach gewählter Methode wird empfohlen, sogenannte "Barrierelösungen" wie Kondome zu verwenden, um besser geschützt zu sein.




Eine Mutter = Eine Verhütung


Verhütung ist eine sehr persönliche Angelegenheit.


Eine Methode kann nicht für alle Frauen passen, und jede junge Mutter muss mit Hilfe von Fachleuten die Methode wählen, die am besten zu ihr passt.

Wenn die in der Mutterschaftsklinik gewählte Verhütungslösung nicht passt, ist es durchaus möglich, diese zu ändern.


Die Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs ist ebenfalls eine sehr individuelle Frage für jede Frau und jedes Paar. Eine gewählte Verhütung bedeutet keineswegs, dass man automatisch bereit ist, wieder Geschlechtsverkehr zu haben. Dies muss im Paar mit größtem Respekt vor dem Körper jedes Einzelnen entschieden werden.