Was sind die neuen Impfempfehlungen für Babys?

Angesichts des Schulbeginns und inmitten der Covid-19-Pandemie haben sieben wissenschaftliche Fachgesellschaften von Kinderärzten kürzlich neue Impfempfehlungen für Babys herausgegeben.
Um die Verwechslung von Symptomen mit denen von Covid-19 zu begrenzen, raten Kinderärzte nun dazu, Babys gegen Grippe und Gastroenteritis impfen zu lassen.
Angesichts dieser Empfehlungen werfen wir einen Blick auf die Pflichtimpfungen in Frankreich. Für welche Krankheiten sind sie obligatorisch? Eine Auffrischung mit Adeline, unserer Bezugspflegerin.
„Was die Impfpflicht für Babys betrifft, so haben sich die Regeln am 1. Januar 2018 geändert. Man muss sie also anpassen, je nachdem, ob das Baby vor oder nach diesem Datum geboren wurde.“
DiePflichtimpfungen für Babys, die vor 2018 geboren wurden
Die Pflichtimpfungen in Frankreich für Babys, die vor dem 1. Januar 2018 geboren wurden, sind: DTP (Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis)
Folgende Impfungen werden ebenfalls empfohlen (sind aber nicht obligatorisch):
- Tuberkulose
- Keuchhusten
- MMR (Masern, Mumps, Röteln)
- Windpocken und Gürtelrose
- Grippe
- Hepatitis B
- invasive Haemophilus-influenzae-Typ-B-Infektionen, Pneumokokken-Infektionen, Meningokokken-C-Infektionen
- HPV (Humanes Papillomavirus)
Die Pflichtimpfungen für Babys, die nach 2018 geboren wurden
- Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis (DTP)
- Keuchhusten
- Invasive Infektionen durch Haemophilus influenzae Typ B
- Hepatitis B
- Invasive Pneumokokken-Infektionen
- Meningokokken der Serogruppe C
- MMR (Masern, Mumps und Röteln)
Was riskiert man, wenn man sein Kind nicht impfen lässt?
Die Hauptsanktion, die Eltern droht, ist das Verbot, ihre ungeimpften Kinder in Kinderkrippen oder Schulen anzumelden und dort zu belassen. Darüber hinaus sieht das Strafgesetzbuch zwei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 30.000 Euro wegen „Gefährdung Minderjähriger“ vor.
Wie Adeline erinnert:
„Die Impfung hilft, sehr schwere, sogar tödliche Krankheiten zu vermeiden, für die das einzige ‚Heilmittel‘ die Prävention durch den Impfstoff ist.“
Fokus auf den Impfpass
Der Arzt, der die Impfung des Kindes vornimmt, muss diese obligatorisch in den Gesundheits pass eintragen. Dies ist der berühmte „Impfpass“, der Pflicht ist. Eine Kopie davon wird bei jeder Anmeldung in einer Gemeinschaftseinrichtung (Kinderkrippe, Tagesmutter, Kita, Schule...) verlangt.


