Diese Vorsätze, die dieses Jahr niemand eingehalten hat

Jedes Jahresende ist eine Art Tradition. Man zieht Bilanz über das vergangene Jahr, die positiven Punkte, die Entwicklungen, die Veränderungen. Und dann erinnert man sich an den 1. Januar vor einem Jahr. Man behauptete steif und fest, dass man mit dem Rauchen aufhören, Sport treiben und endlich Zeit finden würde, Portugiesisch zu lernen.
Sind diese Vorsätze, die dieses Jahr niemand eingehalten hat, deshalb Misserfolge?
Hier ist unsere Sichtweise.
Was ist ein guter Vorsatz?
Als junge Eltern, wenn wir Seelenverwandte haben, geht es nicht mehr nur um uns und unser persönliches Glück. Wir berücksichtigen unsere eigene Entfaltung, aber auch die unserer Familie. Gute Vorsätze bekommen eine besondere Note, vermischt mit persönlichen und familiären Bestrebungen. Sie werden zu Versprechen, die wir uns selbst geben, aber auch der kleinen Familie, die wir aufbauen.
Eltern sein ist eine tägliche Herausforderung. Wir jonglieren zwischen unruhigen Nächten, Windeln wechseln und den ersten Wörtern, die wir ermutigen müssen, aber auch dem Wunsch, uns in unserer Arbeit zu entfalten, an sinnvollen beruflichen Projekten mitzuwirken.
Diese guten Vorsätze, die wir uns zu Neujahr nehmen, werden dann zu Wegweisern im Wirbelwind der Elternschaft, zu Zielen, die darauf abzielen, ein gesundes und erfüllendes Umfeld für uns selbst und unsere Lieben zu schaffen.
Für einige junge Eltern könnte der Vorsatz sein, trotz eines vollen Terminkalenders mehr Qualitätszeit mit ihren Kindern zu verbringen. Es geht nicht darum, die gemeinsame Zeit zu quantifizieren, sondern sie bedeutungsvoll zu gestalten, qualitativ hochwertige Momente zu schaffen, sei es durch Aktivitäten, Spiele, Lesungen oder einfach nur Minuten der Verbundenheit.
Andere könnten Vorsätze in Richtung Familienwohlbefinden in Betracht ziehen, wie z.B. eine ausgewogenere Ernährung oder beruhigende Routinen vor dem Schlafengehen einzuführen. Diese Verpflichtungen zielen darauf ab, ein Zuhause zu schaffen, das die Entfaltung und Gesundheit der ganzen Familie fördert.
Junge Eltern können sich auch Vorsätze für ihr eigenes Wohlbefinden setzen, denn erfüllte Eltern sind oft die besten Eltern. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, sei es, um körperlich aktiv zu sein, ein Buch zu lesen oder einfach nur zu entspannen, kann tatsächlich der ganzen Familie zugute kommen.
Letztendlich geht ein guter Vorsatz über den individuellen Rahmen hinaus. Er wird zu einem Versprechen an die Familie, einer Vision der Zukunft, in der kostbare Momente und gemeinsame Werte Vorrang haben. Egal, ob diese Vorsätze groß oder bescheiden sind, sie sind ein Spiegelbild eines tiefen Engagements für das Wohlbefinden und die persönliche und familiäre Entfaltung.
Die Vorteile guter Vorsätze
Auch wenn sie manchmal unserer Beharrlichkeit entgehen, haben gute Vorsätze ungeahnte Tugenden. Sie bringen uns dazu, über unsere Ziele nachzudenken, von unserer besten Version zu träumen, uns eine gesündere und erfüllendere Zukunft vorzustellen. Und selbst wenn sie unvollständig bleiben, setzt allein das Formulieren einen positiven Denkprozess in Gang.
Darüber hinaus teilen wir in der Regel mit unserem Partner, unseren Freunden, unserer Familie unsere Wünsche für das kommende Jahr, unsere Sehnsüchte, unsere persönlichen oder beruflichen Ambitionen. Diese Momente sind daher förderlich für den Austausch und ein besseres Verständnis des anderen.
Sind diese Vorsätze, die dieses Jahr niemand eingehalten hat, nutzlos?
Wir haben dieses Abonnement für das Fitnessstudio nicht abgeschlossen…
Wir haben Gluten nicht aus unserer Ernährung verbannt…
Wir haben diese Reise nach Peru, Portugal, Südafrika nicht gemacht...
Und dann?
Nicht eingehaltene Vorsätze sollten nicht als Misserfolge betrachtet werden, sondern als Lernerfahrungen. Sie lehren uns etwas über unsere Prioritäten, unsere Grenzen und unsere tiefsten Motivationen.
Wir werden 4 extrem positive Punkte aus diesen aufgegebenen Vorsätzen festhalten:
- Lernen durch Streben: Nicht eingehaltene Vorsätze sind nicht unbedingt nutzlos. Sie dienen als Kompass und zeigen die Richtung der Veränderungen an, die wir erreichen wollen. Diese Ziele zu verkünden, wirkt als treibende Kraft und regt unser Nachdenken darüber an, wer wir werden wollen.
- Bewusstsein für Prioritäten: Vernachlässigte Vorsätze lehren uns auch etwas über unsere wahren Prioritäten. Manchmal scheitert nicht der Vorsatz selbst, sondern unsere Fähigkeit, ihn angesichts anderer Verpflichtungen und Leidenschaften, die im Laufe der Zeit entstehen, aufrechtzuerhalten. Dieses Bewusstsein ist wertvoll, um unsere Ziele an unseren wahren Bestrebungen auszurichten.
- Der Weg zählt genauso viel wie das Ziel: Der Nutzen von Vorsätzen liegt oft im Prozess und nicht im Endergebnis. Allein die Tatsache, sich auf einen Prozess der Selbstverbesserung einzulassen, auch wenn dieser unterwegs unterbrochen wird, kann positive Auswirkungen auf unser Selbstwertgefühl und unsere langfristige Motivation haben.
- Angepasste Vorsätze: Nicht eingehaltene Vorsätze können als Gelegenheiten zur Neubewertung betrachtet werden. Vielleicht war der ursprüngliche Vorsatz zu ehrgeizig oder nicht im Einklang mit unseren tiefsten Werten. Wir können diese Verpflichtungen neu anpassen, damit sie besser zu dem passen, wer wir wirklich sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jährliche Vorsätze die ständige Suche nach persönlicher und familiärer Verbesserung verkörpern. Auch wenn viele nie zustande kommen, schaffen sie eine positive Energie und einen Impuls zur Veränderung. Anstatt sie als Misserfolge zu betrachten, sollten wir sie als Gelegenheiten zum Austausch mit unseren Lieben, zur Unterstützung unserer Bestrebungen und als Leitfäden für unser kommendes Jahr sehen.
Und Sie, welchen guten Vorsatz haben Sie dieses Jahr nicht eingehalten?


