Sich vor seinem Kind zu streiten, ist das schlimm?

Oktober 17, 2024

Se disputer devant son enfant, c'est grave ?

Im Leben als Paar sind Streitigkeiten unvermeidlich. Wenn man den Alltag, das Zuhause, die Kindererziehung usw. teilt, kann es vorkommen, dass Spannungen entstehen. Das ist normal. Aber wie ist es, wenn diese Streitigkeiten vor Ihrem Kind stattfinden? Ist das wirklich schlimm, Doktor? Wir geben Ihnen ein paar Anregungen.


Gibt es Streit und Streit?

Man muss jedoch zwischen einem einmaligen Streit und häufig auftretenden Streitigkeiten unterscheiden.
Kinder, auch sehr junge, sind emotionale Schwämme. Sie nehmen die Stimmungen und Spannungen um sich herum wahr. Sich vor dem Kind zu streiten, kann Stress, Angst oder sogar Unsicherheit hervorrufen. Ein Kind, das häufige Konflikte zwischen seinen Eltern miterlebt, kann Angst vor Trennung oder Verlassenheit empfinden, auch wenn es noch nicht alles versteht.

Das Kind neigt außerdem dazu, sich für die Streitigkeiten zwischen seinen Eltern verantwortlich zu fühlen. Dies kann das Verhalten des Kindes beeinflussen: Unruhe, Schlafstörungen, Aggressivität. Umgekehrt werden manche Kinder zurückhaltender, schüchterner und versuchen, sich "klein" zu machen, um die Situation nicht zu verschlimmern.

Streit oder Meinungsverschiedenheit: den Unterschied machen



Das bedeutet nicht, dass man jeden Konflikt vor den Kindern vermeiden sollte. Meinungsverschiedenheiten gehören zum Leben, auch in der Schule, unter Freunden, sind sie damit konfrontiert.

Wichtig ist, wie man damit umgeht.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen einer respektvollen Meinungsverschiedenheit und einem explosiven Streit. Eine Meinungsverschiedenheit kann sogar für das Kind von Vorteil sein, wenn sie ruhig und respektvoll gehandhabt wird. Dies zeigt ihm, dass nicht jeder immer einer Meinung ist, aber dass dies kein ernsthaftes Problem bedeutet und vor allem, dass die Situation durch die Kontrolle der Worte und Emotionen bewältigt werden kann.

Dagegen können Schreie, Beleidigungen oder ein aggressiver Ton dauerhaft negative Auswirkungen haben und ein sehr schlechtes Beispiel geben. Wenn Erwachsene sich erlauben, so miteinander zu sprechen, warum sollte Ihr Kind es nicht tun? Wir wissen, dass sie durch Nachahmung lernen.


Wie kann man die negativen Auswirkungen von Streitigkeiten begrenzen?



Wenn der Streit vor Ihrem Kind stattfindet ( und wir wiederholen es, es passiert, wir sind keine Roboter ohne Gefühle, das wäre zu traurig), ist es wichtig, ein Beispiel für eine gesunde Konfliktlösung zu geben. Hier sind einige Tipps, um die negativen Auswirkungen zu mindern:

1. Bleiben Sie ruhig: Versuchen Sie, Ihren Tonfall und Ihre Gesten zu kontrollieren. Eine Meinungsverschiedenheit sollte sich nicht in einer Wutrede verwandeln. Eine wohlwollende Kommunikation kann Ihnen helfen, sich verständlich zu machen und Ihren Partner besser zu verstehen.

2. Versöhnen Sie sich vor dem Kind: Wenn der Streit vor ihm stattgefunden hat, zeigen Sie ihm auch, dass Sie sich versöhnen können. Das beruhigt das Kind, zu sehen, dass Konflikte gelöst werden können, und es ist sehr wichtig, um Vergebung zu bitten.

3. Sprechen Sie nach dem Streit mit ihm: Je nach Alter kann es hilfreich sein, nach einem Streit mit Ihrem Kind zu sprechen. Erklären Sie ihm, dass sich jeder manchmal streitet, aber dass dies die Liebe in der Familie nicht in Frage stellt.

4. Vermeiden Sie heikle Themen vor ihm: Bei Streitigkeiten über sehr heikle Themen (Finanzen, Privatleben...) ist es besser zu warten, bis das Kind nicht anwesend ist.


Der Schlüssel: Mäßigung



Es ist völlig normal, sich in einer Paarbeziehung zu streiten. Wichtig ist, die Häufigkeit und Intensität der Streitigkeiten vor den Kindern zu mäßigen. Gelegentliches Streiten und die respektvolle Lösung des Konflikts können Ihren Kindern sogar Fähigkeiten im Umgang mit Emotionen vermitteln. Dagegen können häufige und heftige Streitigkeiten tiefe Spuren hinterlassen.