„Sei höflich, sag Danke“ ... Französische Erziehung: Warum machen wir so ein Gewese darum?

Das sagen nicht wir, sondern all unsere Nachbarländer : Französische Kinder gehören demnach zu den höflichsten, ja sogar best-erzogensten der Welt. Zwischen kulturellem Erbe und französischem Lebensstil gibt es viele Gründe, die Eltern jenseits des Atlantiks neidisch machen würden. Hier sind die 3 wichtigsten, die die französische Erziehung so einzigartig machen.
Höflichkeit ist die Basis.
„Bonjour Madame“, „Merci Maman“ oder „S’il te plait“ (Bitte): In Frankreich ist es üblich, diese vollständigen Höflichkeitsformeln den Kindern beizubringen, sobald sie ihre ersten Laute von sich geben. Jeder angeforderte Keks muss mit den magischen Worten einhergehen. Dasselbe gilt für konditionale Formulierungen: „j’aimerais“ (ich hätte gerne), „ça me ferait plaisir“ (es würde mir Freude bereiten)... Während man sich in anderen Ländern auf ein „hey“ oder „thanks“ beschränkt. Man muss auch sagen: Die französische Sprache ist eine der reichsten an Vokabular, Synonymen und Formeln aller Art.
„Das verwöhnte Kind“? Bei uns Fehlanzeige!
Die Zunahme der Fernsehreportagen zeigt es uns: In Frankreich lässt man sich nicht von aufstrebenden Tyrannen auf der Nase herumtanzen. Super Nanny, Pascal Le Grand Frère und andere Sendungen wie „Zone Interdite“ geben Eltern gerne die Schlüssel an die Hand, um Krisen im Supermarkt oder im Restaurant zu lösen. Mit der Unterstützung positiver Elternschaft, die von Isabelle Filliozat und Catherine Gueguen geprägt wurde, finden wir heute sanftere und effektivere Lösungen als die, die wir als Kinder kannten. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass man in anderen Ländern feststellt, dass Eltern viel weniger streng sind, wenn es um das „Nein“ geht, insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo es häufig vorkommt, dass Eltern als Erziehungsprinzip ablehnen, ihrem Kind „Nein“ zu sagen. Der Grund? Dies würde ihre Kreativität und Autonomie einschränken.
Die Essenszeit bei den Franzosen
Die französische Gesellschaft ist oft der Meinung, dass ein „gut erzogenes“ Kind alles essen sollte. Ab 4 Monaten beginnt die Einführung in grünes Gemüse , Gewürze, Zwiebeln usw. Ein Motto lautet: „Du probierst es!“ Es muss gesagt werden, dass es funktioniert! Die kleinen Franzosen gehören zu denen, die sich am ausgewogensten ernähren. Übrigens sensibilisieren laut einer Studie 83 % der Franzosen ihre Kinder für gutes Essen.


