Still-SOS: Mein Baby spuckt meine Milch aus! Ist das schlimm?

April 18, 2020

RGO

Die Stillzeit ist für viele Mütter oft eine Zeit des Fragens. Und eine der häufigsten Fragen ist: Trinkt mein Baby genug Muttermilch? Es ist wahr, dass es nicht einfach ist, dies wissenschaftlich zu messen, besonders wenn Regurgitationen, Reflux oder sogar das berühmte GERD (gastroösophageale Refluxkrankheit) ins Spiel kommen.
Wissen Sie, warum Babys spucken und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um das Phänomen zu begrenzen?

 

 

Spuckt Ihr Baby viel? Was, wenn es GERD ist?

 

Es ist physiologisch: Manche Babys behalten alles bei sich, während andere ständig spucken. Warum? Ganz einfach, weil der kleine Muskel, der den oberen Teil des Magens verschließt, bei den meisten Babys nur schwach ausgeprägt ist. Er lässt daher sehr oft das, was das Baby zu sich genommen hat, wieder hochkommen, zumal die Nahrung des Babys zu 100 % flüssig ist. In der wissenschaftlichen Sprache wird dies als "GERD" oder Gastroösophagealer Reflux bezeichnet.
Dieses Phänomen betrifft sowohl gestillte als auch flaschenernährte Babys, und es beeinträchtigt in keiner Weise das gute Wachstum Ihres kleinen Lieblings. Die gespuckten Mengen sind oft nur ein Überschuss und im Vergleich zur gesamten Mahlzeit minimal.

 

 

Spuckt Ihr Baby vielleicht, weil Sie "zu viel" Milch haben?

 

Manche Mütter produzieren große Mengen Milch, oder sie haben, was man einen "REF" nennt ( starker Milchspendereflex).
In diesem Fall kann es vorkommen, dass das Baby sehr satt ist und einfach einen "Überschuss" an Milch ausspuckt.
Besonders wenn es etwas zu schnell getrunken und gleichzeitig mit der Milch Luft geschluckt hat (insbesondere bei einem REF).

 

Tipp:

Wenn Sie das Gefühl haben, "zu viel Milch" zu haben und ständig nass oder überfüllt zu sein, können Sie Ihre Milch abpumpen, um sie zu spenden oder für später aufzubewahren. Mit der Zeit wird sich Ihr Fluss regulieren und der Milchfluss wird sich ausgleichen.

 

 

Welche Stillposition ist die beste, wenn das Baby GERD hat?

 

Sie können physiologische Stillpositionen bevorzugen, bei denen das Kind in einer halb schrägen Position liegt. Es ist auch ratsam, das Baby nach dem Essen 15 bis 20 Minuten aufrecht zu halten (auf dem Arm oder in einer Trage). Studien zufolge sollte nach dem Stillen vermieden werden, das Baby in Sitze oder Wippen zu legen, die es in einem Winkel von 45 Grad positionieren, da diese Position Druck auf den Ösophagussphinkter ausübt und den Reflux verschlimmern kann.

  

 

Quelle:

Leche League Frankreich, Françoise Railhet