Nein, das Spenden von Muttermilch ist nicht „super kompliziert“. Und wie es mein Leben verändert hat...

Von Lucie, Mutter von 2 Kindern.
„Ich habe mich entschieden, meine Muttermilch zu spenden, als ich mein zweites Kind bekam. Ich hatte bereits bei meiner ersten Stillzeit festgestellt, dass ich einen Milchüberschuss produzierte, und die Spende erschien mir daher selbstverständlich. Wie beim Stillen selbst war mein Umfeld sehr engagiert in dem Prozess: entweder absolut dafür oder absolut dagegen.
„Meine Arme, du wirst dich erschöpfen!“ „Glaubst du, das nützt wirklich etwas?“ „Es scheint hyyyyper kompliziert zu sein.“
Aber da ich mich nicht so leicht entmutigen lasse, habe ich zum Telefon gegriffen und den ersten Kontakt mit dem Lactarium d'Ile de France aufgenommen.
- Erster Kontakt
Bereits in der Geburtsklinik hatte ich Plakate über Muttermilchspenden gesehen, daher wandte ich mich natürlich an das Lactarium von Ile de France.
Die Schritte waren recht einfach:
- Ein erstes Telefoninterview
- Eine Blutuntersuchung (um zu überprüfen, ob ich keine Pathologien trug, die in der Milch landen würden)
- Ein Termin zu Hause, um das notwendige Material zu erhalten: elektrische Milchpumpe, sterile Flaschen und Kaltsterilisationstabletten. - Die Milchsammung
Sobald ich ausgerüstet war, konnte ich mit den ersten Muttermilchsammlungen beginnen: Nachdem ich mein Baby gestillt hatte, setzte ich mich bequem hin, um die restliche Milch abzupumpen, sie in sterile Behälter zu füllen und einzufrieren.
Eine Person namens "Der Sammler" kam dann (nach Vereinbarung) vorbei, um die wertvolle Beute abzuholen.
Nach der Ankunft im Lactarium wird die Milch analysiert und pasteurisiert, um ihre Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. - Ist es umständlich?
Die einzige "Einschränkung" ist die Zeit, die man mit dem Abpumpen von Muttermilch verbringt. Persönlich habe ich jeden Tag Milch abgepumpt (das Äquivalent einer kleinen Babyflasche); ich habe die Zeit genutzt, um einen Film oder eine Serie anzusehen, während Papa sich darum kümmerte, die JOONE-Windeln des Babys zu wechseln #DieGuteAusrede.
Fazit: Heute weiß ich, dass ich die Erfahrung ohne zu zögern wiederholen würde, wenn ich ein drittes Kind hätte. Denn neben der Gesundheit meines Babys hat die Spende meiner Muttermilch dazu beigetragen, vielen kleinen Babys zu helfen, die sie brauchten. Die Muttermilchspende ermöglicht es, diese frühgeborenen Babys zu ernähren und ihre Überlebensprognose dank ihrer hohen Ernährungs- und Immunqualitäten zu verbessern. Menschlich gesehen war ich sehr glücklich, dies tun zu können. Und das mit geringstem Aufwand, denn es war nicht so kompliziert.


