Experteninterview: Alles, was Sie über Neugeborenenakne wissen müssen

Sie wussten es bereits, Schwangerschaft und Geburt sind für die Mutter eine wahre hormonelle Umstellung. Milcheinschuss, Baby Blues… die Anzeichen sind vielfältig und betreffen sogar das Baby selbst!
Neugeborenenakne (die fast die Hälfte aller Babys betrifft) ist der direkte Beweis dafür: Der Organismus des Neugeborenen, durch die Hormone seiner Mutter beeinflusst, reagiert mit einer plötzlichen Überproduktion von Talg. Seine Haut wird fettig und Pickel können im Gesicht auftreten. Adeline, unsere betreuende Kinderkrankenschwester, erzählt uns mehr über dieses Phänomen.
Wie äußert sich Neugeborenenakne?
Die Neugeborenenakne äußert sich durch kleine rote, rosa oder weiße Pickel auf Stirn, Wangen und Kinn – was man gemeinhin als T-Zone bezeichnet. Diese Pickel, die in den ersten Lebenstagen auftreten, sind nicht schmerzhaft und jucken nicht. Adeline präzisiert:
In manchen (selteneren) Fällen können die Pickel auch auf Brust und Rücken des Babys auftreten. Es gibt keinen Grund zur Sorge, und alles wird sich nach einigen Tagen wieder normalisieren, sobald der Hormonschub abgeklungen ist.
Was tun, wenn das Baby Pickel hat?
Meistens verschwindet die Neugeborenenakne nach einigen Wochen von selbst, ohne dass eine besondere Behandlung erforderlich ist. Aber bis Ihr Baby sein Gleichgewicht wiedergefunden hat, waschen Sie es mit für Babys geeigneten Hygieneprodukten. Vermeiden Sie Produkte wie Marseiller Seife, die für die empfindliche Babyhaut zu aggressiv sind.
Vermeiden Sie auch die Anwendung von Reinigungsmilch oder fetthaltigen Feuchtigkeitscremes.
Achtung!
Fassen Sie diese kleinen Pickel nicht an! Das Immunsystem Ihres Babys ist sehr empfindlich, und Sie könnten eine Superinfektion verursachen!
Was tun, wenn sich das Phänomen verstärkt?
Bei schwerer Akne können lokale Antibiotika von Ihrem Arzt oder Kinderarzt verschrieben werden. Zögern Sie in jedem Fall nicht, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Läsionen zu zahlreich werden, sich superinfizieren oder über den 6. Lebensmonat Ihres Kindes hinaus bestehen bleiben.


