Alles über den Baby-Blues bei Vätern, dieses stille Leiden junger Väter

Auch wenn der Baby Blues bei jungen Müttern recht häufig ist, so ist der „Daddy Blues“: der Baby Blues des Papas, eher unbekannt. Wir erzählen Ihnen alles über dieses noch wenig (be-)kannte Syndrom...
Was ist der Daddy Blues?
Obwohl diese männliche Version der postpartalen Depression bei Männern seltener ist als bei Frauen, betrifft sie dennoch fast 10 % der jungen Väter.
Sie äußert sich praktisch auf die gleiche Weise wie bei jungen Müttern:
- Ängste,
- Stimmungsschwankungen,
- Ungeduld
- Desinteresse am Baby
- Schlafstörungen...
Der Ursprung dieses Unbehagens: Junge Väter haben Schwierigkeiten, in diesem völlig neuen Elternleben ihr Gleichgewicht zu finden. Sie haben auch große Schwierigkeiten, vom Status „Paar“ zu dem von „Eltern“ zu wechseln.
Die Geburt eines Kindes wird oft als einzigartiger Moment erlebt, der das Gleichgewicht des Paares auf den Kopf stellt.
Wie hilft man einem Vater, der darunter leidet?
Angesichts der Aufmerksamkeit, die der jungen Mutter und dem Baby zuteilwird, kann sich der Vater vernachlässigt fühlen. Er selbst ist sich seines Unbehagens vielleicht nicht einmal bewusst!
Um ihm zu helfen, ist es wichtig, dass beide Elternteile darüber sprechen und die Veränderungen ansprechen, die seit der Ankunft des Babys eingetreten sind. Das Motto lautet: Zuhören, Geduld und Wohlwollen!
Sicherlich ist das, was Ihnen passiert, anstrengend und überwältigend, aber auch so wunderbar!
Manche Väter haben Schwierigkeiten, eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, zum Beispiel wenn die Mutter stillt:
„Ich bin nicht für die Mahlzeit zuständig“
„Sie kümmert sich nachts darum“
„Ich bin entlastet“
Um ihm zu helfen, seinen Platz zu finden, können Sie ihm zum Beispiel vorschlagen, das Baden zu übernehmen oder die Windeln des Babys zu wechseln. Zögern Sie nicht, ihn in diesen ersten Momenten zu begleiten, um ihn zu beruhigen und ihm zu helfen, sich zurechtzufinden. Dies wird ihm ermöglichen, diese neue Rolle sanft anzugehen.
Was tun, wenn der Daddy Blues anhält?
Während nach der Geburt die Mutter in der Mütterberatungsstelle und/oder von ihrer Hebamme eng betreut wird, ist der Vater ein wenig auf sich allein gestellt... Glücklicherweise werden seit einigen Jahren in einigen Gemeinden oder Vereinen, wie zum Beispiel den Ateliers du Futur Papa, Workshops für junge Väter angeboten.
Achtung
Genau wie der Baby-Blues sollte der Daddy-Blues nicht länger als zehn Tage andauern. Wenn das Unwohlsein des Vaters anhält, kann die Hilfe eines Fachmanns (Arzt, Psychologe...) ihm Wege aufzeigen, ein Gleichgewicht in diesem neuen Leben zu finden.


