Ja, Sie können im 1. Schwangerschaftsmonat Blutungen haben. Wir erklären es Ihnen.

April 26, 2019

saignement enceinte

Der erste Monat der Schwangerschaft kann für die werdende Mutter eine beängstigende Zeit sein... Vor allem, wenn Blutungen auftreten. Es gibt jedoch verschiedene Arten von Blutungen, die völlig harmlos sein können, und andere, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Wie kann man den Unterschied erkennen? Wir erklären Ihnen die verschiedenen Arten von Blutungen, die mit einer Schwangerschaft verbunden sind...

1. Schmierblutungen

Zu Beginn der Schwangerschaft sind „Spotting“ oder Schmierblutungen in Form von rosa Flecken in der Unterhose häufig. Dieses Phänomen ist nicht gefährlich und entspricht Mikroverletzungen, die der Embryo bei der Einnistung in die Gebärmutterwand verursacht.

2. Jubiläums-Regelblutungen

Dabei handelt es sich um leichte Blutungen, die zu dem Zeitpunkt auftreten, an dem die Regelblutung hätte einsetzen sollen, und die keine besonderen Schmerzen verursachen. Die genaue Ursache ist nicht bekannt: Es kann sich um ein kleines Hämatom, leichte Blutungen aufgrund der Einnistung oder eine leichte Hormonstörung handeln. Jubiläums-Regelblutungen beeinträchtigen den Verlauf der Schwangerschaft nicht.

3. Plazentaablösung

Zum Zeitpunkt der Einnistung (d. h. der Implantation des Embryos in die Gebärmutter) kann es vorkommen, dass sich die Plazenta leicht ablöst, wodurch ein Hämatom entsteht, das von kleinen braunen Blutungen begleitet wird. Das Hämatom bildet sich in der Regel spontan zurück, ohne Auswirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft. Manchmal verschlimmert es sich jedoch und kann zu einer Fehlgeburt führen.

4. Beginn einer Fehlgeburt?

Der spontane Abbruch einer Schwangerschaft betrifft durchschnittlich 15 % der Schwangerschaften. In Frankreich wird die Zahl der Fehlgeburten auf etwa 200.000 pro Jahr geschätzt. Zu Beginn der Schwangerschaft misst der Embryo zwischen 2 und 4 Millimetern, also die Größe eines Sesamkorns. Wenn er sich nicht gehalten hat, kann sich dies durch starke Blutungen äußern, die von starken Schmerzen im Unterbauch begleitet sein können. In diesem Fall verspüren Sie vielleicht das Bedürfnis, darüber zu sprechen oder psychologische Unterstützung zu erhalten. Zögern Sie also nicht, sich an Ihre Hebamme oder Ihren Arzt zu wenden, um sich beraten zu lassen. Und vor allem, keine Sorge: Sie können bereits 2 Monate nach einer frühen Fehlgeburt wieder schwanger werden.

5. Die Eileiterschwangerschaft

Sie ist durch sehr dunkle Blutungen sowie intensive Schmerzen im Unterbauch gekennzeichnet und ist eine nicht weiterentwickelnde Schwangerschaft, die dringend medikamentös oder chirurgisch behandelt werden muss, um eine Schädigung des Eileiters Ihrer Gebärmutter zu vermeiden.

Jede Blutung während der Schwangerschaft sollte ärztlich abgeklärt werden! Zögern Sie daher nicht, Ihren Spezialisten aufzusuchen oder sich an die nächste gynäkologische Notaufnahme zu wenden. In der Regel werden Ihnen eine Blutuntersuchung des Hormons Beta-HCG sowie eine Ultraschalluntersuchung verschrieben, um den korrekten Verlauf Ihrer Schwangerschaft sicherzustellen.