Der Babyblues: Die meisten Mütter erleben das. Auch wenn es nicht schön ist.

Die Geburt ist wunderbar verlaufen. Ihr Baby ist das schönste Baby der Welt, und Ihr Partner gewöhnt sich langsam an die neue Situation. Alles könnte perfekt sein... Nur: Eine subtile Mischung aus Angst, Freude, dem Gefühl der Unfähigkeit und Stolz spielt mit Ihren Gefühlen... Und das ist ganz normal! Denn nach 9 Monaten hormoneller und physiologischer Umstellungen erholt sich Ihr Körper und will es Ihnen zeigen... mit dem Baby Blues!
Willkommen also in diesen Tagen, die Sie ohne ersichtlichen Grund von Lachen zu Tränen treiben, Sie sich allein oder ängstlich fühlen lassen... und das manchmal, ohne es zu merken!
Haben Sie den Baby Blues?
70 bis 80 % der jungen Mütter zeigen diesen "Blues".
Ob es Ihre erste oder zweite Schwangerschaft ist, ob Sie jung oder älter sind... der Baby Blues kann jeden treffen und äußert sich durch Symptome, deren Höhepunkt zwischen dem 4. und 5. Tag nach der Geburt liegt:
- Heulanfälle,
- Angst,
- Verwirrung, Vergesslichkeit,
- Reizbarkeit,
- Gefühl der Unfähigkeit, sich um das Baby zu kümmern,
- große Müdigkeit, Appetitlosigkeit,
- Schlafstörungen
Warum diese "Niedergeschlagenheit"?
Die meisten schwangeren Frauen idealisieren den Moment, in dem sie Mutter werden. Denn in 9 langen Schwangerschaftsmonaten hat man Zeit, sich vieles vorzustellen, besonders wenn man die bearbeiteten Bilder aus Zeitschriften und Werbung in den Händen hält...
Und in diesem emotionalen Durcheinander spielen Hormone eine wichtige Rolle. Die Geburt ist mit einer großen hormonellen Umstellung verbunden, die beim Milcheinschuss (um den 3. Tag) erneut verändert wird.
Ihr Körper wird in sehr kurzer Zeit wahre Achterbahnfahrten erleben, was die Emotionen natürlich durcheinanderbringt!
Aber keine Sorge: Sobald sich Ihre Hormone stabilisiert haben, geht der Baby Blues von selbst vorbei.
Wussten Sie schon?
Auch Väter sind nicht ausgenommen! Wenn sie Eltern werden, werden sie sich neuer Verantwortlichkeiten und Pflichten bewusst, die sie manchmal ängstigen können... Das nennt man den Daddy Blues.
Wie geht es Ihnen besser, wenn Sie unter Baby Blues leiden?
Der Tipp Nummer 1, wenn man gerade entbunden hat und unter Baby Blues leidet, lautet: Ruhe.
Zögern Sie also nicht, ein Nickerchen zu machen, wann immer Sie die Gelegenheit dazu haben, auch wenn Sie es nicht gewohnt sind. Das hilft Ihnen, klarer zu sehen, das Leben als Mutter gelassener anzugehen und auch das Stillen zu erleichtern, wenn Sie Ihr Baby stillen.
Vermeiden Sie es auch, allein zu bleiben: Wenn Sie Hilfe benötigen, sei es für eine bestimmte Unterstützung mit Ihrem Baby oder nur zum Reden, kontaktieren Sie Ihre Angehörigen (Familie und Freunde) oder Fachleute.
Zögern Sie schließlich nicht, Ihre Geburtsklinik oder die nächstgelegene Mutter-Kind-Beratungsstelle (PMI) anzurufen, um Rat zu erhalten.
Baby-Blues oder postpartale Depression?
Wenn Ihr Baby Blues sich verstärkt oder länger anhält, spricht man nicht mehr von einem Baby Blues, sondern von einer postpartalen Depression. Diese Form der Depression kann innerhalb von 6 Monaten nach der Geburt auftreten und mehrere Monate andauern.
In diesem Fall können Sie sich an Ihren Gynäkologen, Ihre Hebamme oder Ihren Arzt wenden, der Sie zur am besten geeigneten Behandlungsmethode berät.
Sie können auch verständnisvolle Unterstützung bei der Association Maman Blues finden, die auch Gesprächsgruppen zu mütterlichen Schwierigkeiten anbietet (in Partnerschaft mit dem Réseau de Santé Périnatal Parisien (RSPP)).


