Ab welchem Alter kann man bei einem gestillten Baby eine Beikosteinführung in Betracht ziehen?

Muttermilch ist ein vollständiges Nahrungsmittel, das den gesamten Bedarf des Babys bis zum Alter von etwa 6 Monaten deckt. In dieser Zeit passt sich ihre Zusammensetzung perfekt an die Entwicklung des Babys und seine Umgebung an, um ihm alles zu geben, was es braucht. Und sie hat sogar die Superkraft, den Geschmack dessen anzunehmen, was die Mutter isst: Die Geschmacksknospen Ihres Kleinen erwachen sanft, und das schon in den ersten Lebenstagen. Magisch!
Andererseits ist das in der Muttermilch enthaltene Eisen sehr gut resorbierbar, da es mit seinem Transporter, dem Lactoferrin, geliefert wird. Nach 6 Monaten steigt jedoch der Eisenbedarf Ihres Kleinen, und es muss eine externe Zufuhr durch die Einführung sogenannter "fester Nahrung" in Betracht gezogen werden. Dies ist eines der Hauptziele der Beikosteinführung.
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein gestilltes Baby mit Beikost zu beginnen?
Man neigt dazu, "um 6 Monate" zu sagen, ohne dass dies natürlich ein absoluter Wert ist. Wie bei allem wird der beste Zeitpunkt sicherlich der sein, den Ihr Baby selbst bestimmt. Typischerweise ist ein Baby, das bereit für feste Nahrung ist:
➡️Mag die sitzende Position,
➡️Nimmt Spielzeug und Hände in den Mund,
➡️Beginnt zu sabbern,
➡️Macht Kaubewegungen...
=> Ein Zeichen, das nie trügt:wenn es versucht, Sie nachzuahmen, wenn es Sie essen sieht, und Ihren Gabelbewegungen mit großem Interesse folgt.
Jeder in seinem eigenen Tempo!
Wie der Kinderarzt Carlos Gonzales sagt: "Respektieren Sie Ihr Kind. Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Essen. Zwingen Sie es niemals, auf keine Weise, unter keinem Vorwand und aus keinem Grund. Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage, um bestimmte Lebensmittel in bestimmten Mengen in bestimmten Altersgruppen zu empfehlen."
Die WHO empfiehlt im Übrigen, das Stillen parallel zur festen Nahrung "bis zum Alter von 2 Jahren oder länger" fortzusetzen.
Welche Lebensmittel sollten für ein gestilltes Baby Priorität haben?
Wie bereits erwähnt, ist das Hauptziel der Beikosteinführung, den gesamten Eisenbedarf des Kindes zu decken. Neben Eisen ist auch eine externe Zufuhr von Zink, Vitamin B und Fettsäuren (Omega 3 und 6) erforderlich, die ab 6 Monaten ebenfalls nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden sind.
➡️Eisenreiche Lebensmittel: alle Fleischsorten, Innereien, Fisch, Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Kichererbsen), Eier, Aprikosen, dunkelgrünes Blattgemüse, Nussmuse, Mandeln.
=> Hinweis: "Tierisches" Eisen ist "Hämeisen", das gut aufgenommen wird, während pflanzliches Eisen viel weniger gut aufgenommen wird.
➡️Zinkreiche Lebensmittel:Leber, Innereien, Fleisch, Geflügel, Fisch, Eigelb.
➡️Vitamin B6-reiche Lebensmittel: Geflügel, Fisch, Leber, Banane.
➡️Omega-6- und Omega-3-reiche Lebensmittel: fetter Fisch, Rapsöl, Walnussöl, Leinöl.


