Enkopresis, Apopatophobie... "wenn's nicht geht, dann geht's nicht..."

Eltern freuen sich oft darauf, dass ihr Baby die Windeln loswird. Wenn es dann das erste Mal Pipi aufs Töpfchen macht, neigt man dazu, den Sieg zu verkünden, manchmal sogar etwas zu schnell! Denn manche Errungenschaften brauchen manchmal etwas mehr Zeit, um sich dauerhaft zu etablieren. Und während die "Pipi"-Episode oft wie am Schnürchen läuft, kann es bei der "großen Kommission" etwas komplizierter werden: Manche Babys brauchen mehrere Monate (oder sogar Jahre), um mit "Unfällen" und/oder Verstopfung aufzuhören.
Warum haben Babys also Angst vor dem Stuhlgang? Und wie können wir Kindern helfen? Wir verraten Ihnen alles!
Apopatophobie, die Angst vor dem Stuhlgang:
Seit ihrer Geburt tragen Babys ständig Windeln und deren Inhalt. Auch wenn die Eltern die Windel schnell wechseln, wenn sie schmutzig ist, bleibt der frisch ausgeschiedene Stuhl dennoch für kurze Zeit in direktem Kontakt mit dem Baby.
Aber wenn man auf ein Töpfchen oder eine Toilette wechselt, wird es komplizierter: Der Stuhl "fällt" aufgrund der Schwerkraft, und das Kind hat den Eindruck, dass ein Teil von ihm sich ablöst.
Manchmal verstärkt sich diese Angst vor dem Stuhlgang so sehr, dass das Kind ihn zurückhält, zurückhält... bis es schließlich eine mehr oder weniger große Menge in seine Hose macht - man spricht dann von Enkopresis. Enkopresis betrifft bis zu 4 % der Kinder ab 4 Jahren.
Die psychologische Blockade:
Der Erwerb der Kontinenz geht oft Hand in Hand mit der berühmten Oppositionsphase, auch bekannt als Terrible Two. Angesichts unserer unaufhörlichen, ja sogar drängenden Ermutigungen kann es daher vorkommen, dass das Kind plötzlich blockiert.
In diesem Fall gibt es nur eine Lösung: Bleiben Sie gelassen und hören Sie auf, darüber zu reden! Lassen Sie es allein damit umgehen: Wenn Kinder so viel Druck um das Töpfchen und die "Sauberkeit" herum spüren, verlieren manche den Kontakt zu den Signalen, die sie auf natürliche Weise zur Toilette schicken würden. Dies kann sogar zu Verstopfung führen, ein Teufelskreis, der sich verschlimmert. Vermeiden Sie das Thema daher für einige Wochen.
Wenn Ihr Kind verstopft ist, geben Sie seinem Verdauungssystem Zeit, um ohne Stress wieder in den Rhythmus zu kommen. Achten Sie auf eine angepasste, ballaststoffreiche Ernährung, um den Darmtransit zu regulieren.



