Mobbing in der Schule: Ratschläge für Eltern und Kinder

August 28, 2024

Harcèlement à l'école : conseils pour parents et enfants

Jedes Jahr sind in Frankreich fast 700.000 Schüler Opfer von Mobbing in der Schule, eine alarmierende Zahl, die die Bedeutung der Prävention von frühester Kindheit an aufzeigt. Mobbing kann bereits im Kindergarten beginnen, manchmal in subtilen, aber nicht weniger zerstörerischen Formen.

Als Eltern ist es unerlässlich, unsere Kinder darauf vorzubereiten, solche Verhaltensweisen zu erkennen, zu vermeiden und darauf zu reagieren. Dieser Artikel erklärt, was Mobbing ist, was Sie als Eltern tun können und wie Sie Ihr Kind für die Bedeutung des Respekts vor anderen und der Kommunikation mit Erwachsenen sensibilisieren können.

Was ist Mobbing?


Schul-Mobbing wird als wiederholte Gewalt definiert, die verbal, physisch oder psychisch sein kann. Es unterscheidet sich von punktuellen Konflikten durch seine Dauer und Intensität.

Mobbing zielt darauf ab, eine Person zu isolieren, zu demütigen oder zu verletzen. Bei kleinen Kindern kann sich dies in Spott, wiederholter Ausgrenzung, gewalttätigen Handlungen oder Druck äußern, etwas gegen den eigenen Willen zu tun.

Diese Anzeichen zu verstehen und sowohl für Eltern als auch für Kinder zu kennen, ist sehr wichtig, um Mobbing zu erkennen und schnell einzugreifen.

Immer mehr Workshops und Präventionsmaßnahmen werden in Schulen durchgeführt, um Kinder zu sensibilisieren.

 

Was können Eltern tun, um Mobbing vorzubeugen?

Als Eltern haben wir mehrere Rollen:

  • Unseren Kindern mit echten Worten zu erklären, was Mobbing ist
  • Mit den Kindern zu sprechen, um ihnen das richtige Verhalten und die Anzeichen zu lehren, die sie bei einem gemobbten Klassenkameraden oder bei sich selbst erkennen können
  • Ein Klima des Vertrauens und eine stets offene Diskussion zu diesem Thema aufrechtzuerhalten, damit sich das Kind frei fühlt, darüber zu sprechen und unabhängig von dem, was es sagt, angenommen wird.

Hier sind 3 Dinge, die Sie zu Hause tun können.


Das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl des Kindes stärken


Bevor das Kind in den Kindergarten kommt, ist es wichtig, sein Selbstvertrauen zu stärken. Ein selbstsicheres Kind wird eher in der Lage sein, Druck zu widerstehen und sich zu behaupten. Schätzen Sie seine Erfolge, ermutigen Sie seine Anstrengungen und zeigen Sie ihm, dass es das Recht hat, seine Gefühle und Meinungen auszudrücken.


Einen offenen Dialog über Mobbing schaffen


Wie ich bereits schrieb, ist es unerlässlich, mit Ihrem Kind über Mobbing zu sprechen, auch wenn es noch sehr klein ist. Erklären Sie ihm einfach, was es ist, warum es falsch ist und dass niemand es verdient, so behandelt zu werden. Betonen Sie, dass es mit Ihnen oder einem vertrauenswürdigen Erwachsenen sprechen soll, wenn es sich unwohl fühlt oder ein unangemessenes Verhalten bei einem Klassenkameraden beobachtet.


Anzeichen von Mobbing beobachten


Achten Sie auf Verhaltensänderungen bei Ihrem Kind. Wenn es introvertierter wird, Angst vor der Schule hat oder Anzeichen von Stress oder Traurigkeit zeigt, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass es gemobbt wird. Pflegen Sie eine regelmäßige und offene Kommunikation, damit es sich sicher fühlt, das Erlebte zu teilen.

Was soll ich meinem Kind sagen, damit es auf andere achtet? 


Bringen Sie Ihrem Kind die Bedeutung von Empathie bei, das heißt die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen. Erklären Sie ihm, dass jeder Gefühle hat und dass es wichtig ist, seine Mitschüler mit Freundlichkeit und Respekt zu behandeln. Spiele, Geschichten oder konkrete Beispiele können helfen, diesen Begriff verständlicher zu machen.
Erklären Sie Ihrem Kind, dass es wichtig ist, anderen zu helfen, wenn sie in Schwierigkeiten sind. Es kann eingreifen, indem es freundlich mit einem Klassenkameraden spricht, der isoliert oder traurig wirkt, oder indem es einen Erwachsenen um Hilfe bittet, wenn nötig.

Versichern Sie ihm, dass das Bitten um Hilfe keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Mut und Verantwortung ist.


Was soll ich meinem Kind sagen, wenn es Opfer oder Zeuge von Mobbing ist?



Nein sagen können


Bringen Sie Ihrem Kind bei, sich anderen gegenüber zu behaupten, ohne Gewalt anzuwenden. Zum Beispiel kann es lernen, fest "Nein, das mag ich nicht, hör auf" zu sagen, wenn jemand es stört oder ihm wehtut. Dies gibt ihm die Werkzeuge, sich verbal zu verteidigen, während eine Eskalation vermieden wird.





Kindergarten vorzubeugen, ist ein wesentlicher Schritt, um unsere Kinder zu schützen und sie auf gesunde soziale Interaktionen vorzubereiten. Als Eltern ist es unsere Pflicht, das Selbstvertrauen unserer Kinder zu stärken, offen mit ihnen über Mobbing zu sprechen und ihnen die Bedeutung von Empathie und Wohlwollen zu vermitteln.