Sauberkeit in der Vorschule: Was sagt das Gesetz?

Der Eintritt in den Kindergarten ist ein wichtiger Schritt im Leben von Kindern (und ihren Eltern). Vorbei ist die Krippe oder die Tagesmutter: Sie werden groß!
Eine der Hauptsorgen der Eltern ist oft die Frage der Sauberkeit. Manche befürchten, dass ihr Kind bei der Einschulung noch nicht „sauber“ ist. Was sagt das Gesetz dazu? Und wie kann man sein Kind gelassen auf diesen Schritt vorbereiten? Hier sind einige Punkte, um diese Zeit zu entdramatisieren.
Sauberkeit in der Schule: Was sagt das Gesetz?
Seit 2019 ist der Schulbesuch in Frankreich ab 3 Jahren Pflicht. Aber Achtung: Der Eintritt in den Kindergarten ist nicht an die Sauberkeit geknüpft.
Hier ist, was der Senat präzisiert:
„Die Erziehung zur Sauberkeit erfolgt gemeinsam in der Schule und in der Familie. Der Erwerb der Sauberkeit kann in keinem Fall eine Bedingung sein, die die Einschreibung und den Besuch des Kindes in der Schule verhindert. Die ATSEM und der Lehrer sind dazu angehalten, die notwendigen Hygienemaßnahmen zu ergreifen, um das Kind unter Berücksichtigung seiner Reifung und seiner Intimität zu begleiten.“
Mit anderen Worten, die Schule kann ein Kind nicht ablehnen, weil es noch nicht vollständig selbstständig auf der Toilette ist. Natürlich wird die gemeinsame Arbeit der Eltern, Lehrer und ATSEM dem Kind helfen, in diesem Bereich Fortschritte zu machen.
Und seien Sie beruhigt: Auch wenn Ihr Kind noch einige Unfälle hat, wird es in der kleinen Gruppe schnell lernen. Oft reicht es schon aus, die Freunde auf die Toilette gehen zu sehen, um den Klick auszulösen!
9 Tipps, um Ihr Kind auf diesen Schritt vorzubereiten
Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus. Sauberkeit ist ein Lernprozess wie jeder andere: Man kann ihn nicht erzwingen, man muss ihn geduldig und wohlwollend begleiten.
Hier sind 9 Tipps, um Ihrem Kind zu helfen, diesen Schritt sanft zu meistern:
Fangen Sie sanft an: Lassen Sie Ihr Kind das Töpfchen oder die Toilette in seinem eigenen Tempo entdecken, ohne Druck. Die Idee ist, dass es sich auf natürliche Weise daran gewöhnt.
Richten Sie eine Routine ein: Schlagen Sie ihm vor, zu regelmäßigen Zeiten zu gehen: nach den Mahlzeiten, bevor Sie ausgehen oder vor dem Schlafengehen.
Verwenden Sie visuelle Hilfsmittel: Bücher, Geschichten und kleine Videos können das Thema unterhaltsam und beruhigend gestalten.
Ermutigen und loben Sie: Jeder kleine Fortschritt zählt. Ein nettes Wort, ein Lächeln, ein geteilter Stolz: All das motiviert enorm.
Seien Sie geduldig: Jedes Kind macht Fortschritte in seinem eigenen Tempo. Rückschritte sind normal, besonders bei großen Veränderungen.
Bereiten Sie geeignetes Material vor: Wählen Sie Windelhöschen oder Kleidung, die leicht auszuziehen ist, um die Autonomie zu fördern.
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Wenn es bereits saubere Geschwister oder Freunde hat, können Beobachtung und Nachahmung sehr helfen.
Bleiben Sie flexibel: Kleine Unfälle werden passieren, besonders in einer neuen Umgebung. Beruhigen Sie Ihr Kind: Das ist nicht schlimm!
Arbeiten Sie Hand in Hand mit der Schule: Kommunizieren Sie mit der Lehrerin und der ATSEM. Gemeinsam bilden Sie ein starkes Team, um Ihr Kind zu begleiten.
Das Gesetz verlangt nicht, dass Ihr Kind bei der Einschulung in den Kindergarten „sauber“ ist. Mit Zeit, Geduld und guter Kommunikation zwischen Zuhause und Schule wird alles gut gehen. Ihr Kind wird in seinem eigenen Tempo wachsen — und das ist auch gut so 💛


