Können Schwangere massiert werden?

September 29, 2022

Wenn es einen Zeitpunkt gibt, an dem Frauen massiert werden wollen, dann ist es während der Schwangerschaft. Ihr Körper erfährt in diesen 9 Monaten so viele Veränderungen, dass es fast überlebenswichtig ist, sich in einem Institut verwöhnen zu lassen. Zwischen Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen und anderen häufigen Beschwerden, die typisch für die Schwangerschaft sind, könnte die pränatale Massage schwangere Frauen von all diesen Beschwerden befreien. Wir erzählen Ihnen alles über Massagen für schwangere Frauen und die damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen.

Was ist eine pränatale Massage?

Die pränatale Massage ist eine Massageform, die speziell für schwangere Frauen entwickelt wurde, um die während der Schwangerschaft angesammelten Schmerzen zu lindern. Bei dieser Massage werden sanfte Streichungen, Reibungen und Druck auf den Körper ausgeübt. Die Bewegungen sind nicht brutal, sondern sanft und werden von unten nach oben ausgeführt, um den Körper zu entwässern. Sie liegen auf dem Rücken oder auf der Seite und sitzen meistens auf einem speziellen Stuhl, damit Sie das Gewicht Ihres Bauches während der Massage nicht tragen müssen.

Wann kann man sich massieren lassen?

Obwohl die pränatale Massage für Mutter und Baby keine Kontraindikationen aufweist, wird empfohlen, das erste Trimester abzuwarten. In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ist das Risiko einer Fehlgeburt noch recht hoch und der Fötus ist noch nicht "stabilisiert". Zwischen dem 4. und 7. Schwangerschaftsmonat können Sie 1 bis 2 Mal pro Woche in ein Institut gehen. Ab dem 8. Monat kann Ihnen der Zugang verweigert werden, aus Angst, die Geburt auszulösen.

Wo kann man sich schwanger massieren lassen?

Viele Institute bieten pränatale Massagen an. Um Ihre Wahl zu treffen, können Sie überprüfen, ob der Masseur eine spezielle Zertifizierung für Schwangerschaftsmassagen hat. Sie können sich auch auf den Ruf des Instituts oder auf verschiedene Meinungen verlassen, die Sie in Ihrem Umfeld hören und lesen.

Die Selbstmassage während der Schwangerschaft

Schwangere Frauen können auch Selbstmassagen durchführen, wenn sie nicht ins Institut gehen möchten oder als Ergänzung dazu. Auch hier wird die Verwendung von ätherischen Ölen nicht empfohlen, sondern eher die Verwendung von neutralen und biologischen Produkten. Diese Art der Massage zielt darauf ab, sich durch das Lösen von Druckpunkten zu entspannen und eine Verbindung zum Kind aufzubauen. Die Selbstmassage kann somit der Haptonomie ähneln. Ihr Partner kann sich ebenfalls an dieser Praxis beteiligen.

Was sind die Vorteile der pränatalen Massage?

Die pränatale Massage hat positive Auswirkungen auf die Mutter und das Baby!
Für die Mutter:
- Linderung von Schmerzen und Muskelverspannungen
- Linderung von Wadenkrämpfen
- Linderung von schwangerschaftsbedingten Schmerzen
- Förderung von Schlaf und Erholung
- Vorbereitung der Beckenbeweglichkeit für die Geburt
- Linderung von Übelkeit
Für das Baby:
Ab dem 4. Monat nimmt das Baby die Gefühle der Mutter wahr und spürt sie, sowohl ihre Freudenmomente als auch ihre Ängste. Durch die pränatale Massage setzt die Mutter das Glückshormon frei, das das Baby spürt. Diese Art der Massage reduziert auch das Hormon, das mit Stress und Ängsten verbunden ist.

Im Fokus: Massageprodukte für Schwangere

Fragen Sie den Behandler ruhig nach den Produkten, die er bei der Massage verwenden will. Die verwendeten Produkte sollten so sauber wie möglich, idealerweise biologisch sein. Bevorzugen Sie Massagen mit hypoallergenen Pflanzenölen, die frei von ätherischen Ölen sind. Ätherische Öle können die Plazentaschranke überwinden und für den Fötus toxisch sein. Wärmequellen wie heiße Steine oder Wärmflaschen sollten ebenfalls vermieden werden. Sie können eine Erweiterung oder eine Muskelentspannung verursachen.

Gegenanzeigen

Obwohl die pränatale Massage keine Risiken für das Baby und die Mutter birgt, können schwangere Frauen mit Blutungen oder wässrigen Abgängen nicht davon profitieren. Dasselbe gilt für zukünftige diabetische Mütter oder solche, die an Bluthochdruck leiden. Wenn Sie offene Wunden, Hautentzündungen oder Krampfadern haben, sollte die pränatale Massage ebenfalls vermieden werden.

Shiatsu und Schwangerschaft:

Diese japanische Massagemethode ist vollständig mit der Schwangerschaft vereinbar und soll zahlreiche Vorteile bei verschiedenen schwangerschaftsbedingten Beschwerden (Schmerzen, Müdigkeit usw.) haben. Für schwangere Frauen sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Intensität der Bewegungen zu beachten. Es wird empfohlen, bestimmte Körperteile wie die Blase und die Milz sowie Energiepunkte zu vermeiden, die Kontraktionen und die Öffnung des Gebärmutterhalses stimulieren könnten. Der Shiatsu-Praktiker ersetzt keinen Arzt.