Metrorrhagien oder "Baby-Regelblutungen": kein Grund zur Sorge! Wir erklären es Ihnen.

September 29, 2022

Sie haben gerade ein Mädchen zur Welt gebracht und lernen oder wiederlernen, wie man es pflegt. Beim Windelwechsel entdecken Sie Blutspuren in der Windel. Das ist völlig normal und physiologisch, kann aber für die Eltern verwirrend oder sogar beunruhigend sein. Bei vielen Säuglingen ist die Menge des verlorenen Blutes so gering, dass sie unbemerkt bleibt. Dieses Phänomen tritt im Allgemeinen einige Tage nach der Geburt auf. Diese wenigen Blutstropfen, auch Metrorrhagie oder Säuglingsperiode genannt, sind die Folge normaler physiologischer Veränderungen im Körper Ihres Babys. Keine Sorge, wir erklären Ihnen alles!

 

 

Was sind Metrorrhagie oder Säuglingsperiode?

 

Säuglinge können bei der Geburt eine Art Hormonkrise erleben, die als genitale Krise des Neugeborenen bezeichnet wird. Ihr Körper wird plötzlich mehr Sexualhormone, insbesondere Östrogene, ausschütten. Beim kleinen Mädchen beginnt sich unter dem Einfluss dieser Hormone die Gebärmutterwand zu bilden, was zu Blutungen führen kann. Diese genitale Krise äußert sich daher durch Blutungen, kann aber auch von einer Brustentwicklung und Akneausbrüchen begleitet sein. Die Säuglingsakne ist ebenfalls eine Folge dieser „Mini-Pubertät“. Bei Jungen kann eine vorübergehende Zunahme der Größe des Penis und der Hoden festgestellt werden, da auch sie diese Hormonkrise erleben können.

 

 

 

Was tun bei der Säuglingsperiode?

 

Auch wenn es beeindruckend erscheinen mag, dauern diese Blutungen nur wenige Tage an und sind nicht schmerzhaft. Diese Hormonkrise wird bis zur Pubertät ruhen, in der sie wieder auftritt. Hinsichtlich der Pflege gibt es nichts Spezielles zu tun, setzen Sie Ihre übliche Hygienepraxis mit einer milden Seife fort.

 

Sollten Sie jedoch feststellen, dass die Blutung nicht aufhört, konsultieren Sie Ihren Kinderarzt oder Ihre Hebamme, die die notwendigen Untersuchungen durchführen und Ihnen Ratschläge geben kann.

 

 

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