Essstörungen bei Kindern: Was Sie wissen sollten
Finden Sie, dass Ihr Kind Schwierigkeiten beim Essen hat? War der Übergang zu fester Nahrung schwierig? Ist es sehr wählerisch oder empfindlich gegenüber bestimmten Gerüchen, Texturen und hat Schwierigkeiten, Lebensmittel anzufassen? Es könnte sich um eine orale Störung handeln...
Was ist eine orale Störung?
Als "orale Essstörung" (OES) oder "Dysoralität" wird die Gesamtheit der Schwierigkeiten bei der oralen Nahrungsaufnahme bezeichnet. Diese Störung äußert sich bei Kindern, die sehr einseitig und/oder in sehr geringen Mengen essen. Sie kann verschiedene Ursachen haben:
- Sensorische (Hyper- oder Hypersensibilität)
- Motorische
- Und oft sogar beides!
Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass jede OES anders ist.
Orale Störung: Welche Anzeichen sollten Sie alarmieren?
Auch wenn jede OES anders ist, können sie Gemeinsamkeiten aufweisen. Insbesondere:
- Mangelnder Appetit
- Ablehnung neuer Lebensmittel
- Eine extreme wählerische Essweise
- Mahlzeiten, die Stunden dauern
- Verhaltensprobleme während der Mahlzeiten
- Übelkeit und Erbrechen
- Eine Hypo-/Hypersensibilität (zu heiß, zu sauer...)
Natürlich durchläuft die Einführung von Beikost immer Phasen der Entdeckung und des Widerstands, und Sie sollten sich nicht beunruhigen, sobald ein Baby ein Lebensmittel ablehnt.
Die orale Störung ist von der Phase der Nahrungsneophobie (im Alter von 18-24 Monaten) zu unterscheiden, in der das Kind beginnt, neue Lebensmittel oder solche, die es zuvor konsumiert hat, grundsätzlich abzulehnen. Wenn Ihr Kind mehrere dieser Symptome dauerhaft zeigt oder Sie einfach Zweifel haben, konsultieren Sie einen Logopäden oder Ergotherapeuten, der auf Essstörungen spezialisiert ist.
Wie behandelt man eine OES?
Dysoralität ist keine Krankheit, sondern eine Störung. Sie kann nicht im eigentlichen Sinne geheilt werden. Wenn sie jedoch frühzeitig behandelt wird, kann das Kind Anpassungsstrategien finden, um die Störung dauerhaft zu kompensieren und damit entspannt zu leben.
An wen wendet man sich im Zweifelsfall?
Zunächst können Sie Ihren Kinderarzt konsultieren, um ihm Ihre Zweifel mitzuteilen. Dieser kann Sie dann an einen Logopäden, Psychomotoriker, Ergotherapeuten und/oder Psychologen verweisen, um eine Diagnose zu stellen und die beste Begleitung für Ihr Kind vorzuschlagen.
Dieser Artikel wurde zusammen mit Lucie Darjo, Diätassistentin und Ernährungsberaterin, verfasst.


