"Nesting" oder wenn die werdende Mutter ihr Nest baut.

Fenster putzen, Wäsche waschen, Baby-Bodys nach Größe/Farbe sortieren, Schuhe in aufsteigender Reihenfolge ausrichten... Viele werdende Mütter durchlaufen diese Phase der "Putzwut", die oft (fälschlicherweise) als Vorbote der Geburt gedeutet wird.
Aber warum lieben es schwangere Frauen ab dem dritten Trimester plötzlich, Dinge zu sortieren/aufzuräumen/zu putzen? Wir werfen einen Blick auf dieses "Nesting" oder den Nestbautrieb der werdenden Mutter.
Nesting: ein häufiges Phänomen bei Erstgebärenden
Dieser Zustand der "Hyperaktivität" tritt in der Regel in den letzten Wochen der Schwangerschaft auf. Die schwangere Frau beginnt, alle möglichen Arbeiten im Haus zu erledigen, die sie wahrscheinlich noch nie zuvor gemacht hat... Mit nur einem Ziel vor Augen: dass alles "bereit" ist für die Ankunft des Babys.
Lust, die Tapete neu zu machen, die Decken zu reinigen, die Fußleisten zu entkalken, die gesamte Babykleidung neu zu waschen, zu bügeln...
Das Ergebnis eines instinktiven Mechanismus
Dieses Bedürfnis, das als "Nesting" oder "Nestbautrieb" bezeichnet wird, ist tatsächlich ein sehr rationaler und natürlicher Mechanismus, der die werdende Mutter dazu anregt, ihr Baby zu schützen. Wie der Name schon sagt, ähnelt es dem Instinkt von Vögeln, die ihr Nest vorbereiten, bevor sie ihre Jungen ausbrüten. Dies würde ein beruhigendes Umfeld schaffen, das hilft, die notwendige Bindung zwischen Mutter und Kind aufzubauen.
Nesting und Putzwut: Achtung!
Das Nesting tritt ein, wenn der Bauch der werdenden Mutter stark gewachsen ist. Daher muss die schwangere Frau besonders vorsichtig sein: schnelle Bewegungen vermeiden, keine schweren Gegenstände heben... oder sogar nicht auf eine Leiter steigen, um höhere Bereiche zu erreichen.
Idealerweise sollte sich eine werdende Mutter in den letzten Wochen/Tagen der Schwangerschaft eher ausruhen und sich ihrem Wohlbefinden widmen.
Wenn Sie jedoch nachts kein Auge zubekommen, weil Sie sich fragen, in welcher Farbe Sie die Wände des Wohnzimmers streichen sollen, zögern Sie nicht, Ihre Angehörigen um Hilfe zu bitten, damit sie die Aufgabe übernehmen!


