Die Intimhygiene, macht man die vor oder nach dem Liebesspiel?

März 20, 2020

toilette intime

Für viele von uns ist eine einwandfreie Intimhygiene unerlässlich, um entspannt Geschlechtsverkehr zu haben.
Doch welche medizinischen Empfehlungen gibt es zu diesem Thema? Sollte man sich vor oder nach dem Sex intimbereinigen? Wir erzählen Ihnen alles.

 

 

Sollte man sich vor dem Sex intimbereinigen?

 

Derzeit halten ein Drittel der Frauen und ein Viertel der Männer eine Intimreinigung vor dem Geschlechtsverkehr für unerlässlich. Aus rein medizinischer Sicht ist diese Reinigung unnötig. Es ist jedoch zu beachten, dass sich die Mehrheit von uns ihrem Partner gegenüber wohler fühlt, wenn ihre Intimbereiche sauber sind. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, bevorzugen Sie eine leichte Intimreinigung mit Wasser und einem speziellen Reinigungsmittel.

 

Tipp:

Um ein gutes Gleichgewicht Ihrer Vaginalflora zu erhalten, wird empfohlen, nicht mehr als zwei Intimreinigungen pro Tag durchzuführen.

 

Intimreinigung nach dem Sex: ein Muss?

 

Nach dem Geschlechtsverkehr kehren sich die Proportionen um: 40 % der Frauen und 30 % der Männer gehen ins Bad. Beachten Sie, dass auch hier keine medizinische Empfehlung eine Intimreinigung direkt nach dem Geschlechtsverkehr rechtfertigt. Die einzige Empfehlung wäre, nach dem Sex zu urinieren, um die Harnröhre zu reinigen und das Risiko einer Blasenentzündung zu verhindern.

 

Wie pflegt man seinen Urogenitalbereich?

 

Wie jedes Organ in unserem Körper hat die Vagina ihre eigene Abwehrflora. Sie besteht hauptsächlich aus „guten“ Bakterien (vom Typ „Laktobazillen“), die effektiv vor „schlechten Bakterien“ schützen:
- bestimmte sexuell übertragbare Krankheiten (insbesondere Blasenentzündungen)
- Mykosen (das häufigste Bakterium: Candida albicans)
- Vaginosen…
Diese Infektionen können Juckreiz, Reizungen, Brennen, unangenehmen Geruch, ungewöhnlichen Ausfluss verursachen…

 

Trotz einer einwandfreien Hygiene kann es vorkommen, dass die Vaginalflora aus dem Gleichgewicht gerät und ihre „guten Bakterien“ verliert. Dies ist insbesondere der Fall bei der Einnahme von Antibiotika, übermäßiger Hygiene, Stressperioden oder hormonellen Störungen.

 

Auch während der Menstruation kann die Anzahl der Laktobazillen in der Vaginalflora sinken und wiederkehrende Pilzinfektionen oder Blasenentzündungen verursachen.

In diesem Fall ist es besonders empfehlenswert, eine kleine Kur mit Probiotika durchzuführen. Probiotika können in natürlichem Zustand in der Ernährung gefunden werden:
- in Joghurts
- Kombucha
- Essiggurken (Gurken usw.)
- Sauerkraut
- Miso

 

Bei Bedarf finden Sie Probiotika auch in Tabletten- oder Kapselform. Zögern Sie nicht, Ihren Gynäkologen oder Apotheker um Rat zu fragen!