Confinement und mentale Belastung: Wir sind weit entfernt von der Gleichstellung der Geschlechter!

Juni 05, 2020

la charge mentale

Homeschooling, Wäsche, Haushalt, Wochenmenüs zwischen zwei Videokonferenzen – diese Familienorganisation hat die mentale Belastung von Frauen während des Lockdowns exponentiell erhöht. Der Beweis: Mehr als 62 % von ihnen geben in einer aktuellen OpinionWay-Studie an, während der Covid-19-Krise sehr lange Tage erlebt zu haben. Entschlüsselung.

Wenn „Mama“ zur „Lehrerin“ wird

Zwischen Schul-E-Mails und den Montessori-Aktivitäten, die im Internet aufgetaucht sind, haben viele Mütter den Druck bezüglich der Kindererziehung gespürt. Da es keine klare Sicht auf die Lockerungen gab, haben viele die Rolle der Lehrerin übernommen. Da nicht klar war, ob die Schule dieses Jahr wieder öffnen würde, musste diese neue Rolle schnell erlernt werden. Wir möchten übrigens allen Super-Mamas (und Wonder-Papas) gratulieren, die diese Situation meisterhaft gemeistert haben.

Ein Video-Apéro zum Feierabend… oder auch nicht!

Während Cyber-Apéros einigen eine kleine Auszeit verschaffen konnten, gaben die meisten Frauen (56 %) an, keinen einzigen Moment für sich gehabt zu haben!
Denn während einige das Glück hatten, ihren Tag gegen 18-19 Uhr beenden zu können, war es für viele die Zeit, die Kinder zu baden und das Essen zuzubereiten (schon wieder!). Es ist daher kein Zufall, dass 71 % der Frauen angeben, sich am häufigsten um die Essenszubereitung zu kümmern (Ifop-Studie vom 6. Mai 2020).
Ganz zu schweigen von denen, die ihren Tag „beendeten“, indem sie den Computer wieder einschalteten, um die liegen gebliebene Arbeit nachzuholen…

serviettes bio

Eine Krise, die Ungleichheiten offengelegt hat

Heute geben 80 % der Frauen, die im Lockdown in einer Partnerschaft leben, an, dass sich die Ungleichheiten im Haushalt vertieft haben. Ein patriarchales Bild, das von der Gesellschaft ... aber auch von einigen Arbeitgebern vermittelt wird! Manchmal wurde es relativ gut akzeptiert, Männer zu bitten, sich bei der Kinderbetreuung auf ihre Partnerin zu verlassen. Ähnlich wie beim Elterngeld scheint es, dass die Kurzarbeit im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung von Frauen leichter akzeptiert wurde als von Männern.

Und was kommt danach?

Angesichts der Lockerungen scheint es uns unerlässlich, dass sich die mentale Belastung innerhalb des Elternpaares wieder ausgleicht. Für Mütter, die unter dem Lockdown gelitten haben, ist es wichtig, sich wieder etwas Zeit für sich zu nehmen, zum Beispiel:
- durch die Wiederaufnahme einer sportlichen Aktivität
- indem sie hin und wieder im Büro arbeiten
- durch die Wiedereinführung eines gemeinsamen Haushaltsplans